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Lerndokumentation

Was ist eine Lerndokumentation

Die Lerndokumentation soll durch die Lernenden erstellt werden. Wir möchten eine hohe Qualität haben und deshalb bekommen die Lernenden max. eine Arbeitsstunde pro Woche Zeit dafür. Sollte mehr Zeit benötigt werden, so müssen die Lernenden dies in der Freizeit machen.

Warum verlangen wir eine Lerndokumentation

Neben den gesetzlichen Vorgaben sind wir der Überzeugung, dass die Lerndokumentation ein sinnvolles Nachschlagewerk für unsere Lernenden ist. Es soll auch nach der Ausbildung dazu dienen, zu zeigen, was man gemacht hat und vor allem auch welche Erkenntnisse man davon hat. Die Lerndokumentation gehört dem Lernenden und kann am Ende der Ausbildung ohne Einschränkung von den Lernenden mitgenommen werden.

Dieses Nachschlagewerk soll auch dazu benutzt werden, um anderen Lernenden (von einem anderen Ausbildungsjahr oder anderem Beruf) etwas erklären zu können.

Während des Schreibens der Lerndokumentation muss man sich mit dem Thema nochmals auseinandersetzen. Oft fällt einem beim Schreiben auf, was noch nicht ganz klar ist und man nochmals anschauen oder nachfragen muss, um es wirklich zu verstehen.

In unseren Augen lohnt sich schon allein das Niederschreiben der Fachthemen für die Verankerung des gelernten Wissens und wenn noch das, WARUM wir etwas so gemacht haben, dokumentiert wird, kann das Wissen später auch einfacher verknüpft werden.

[!WARNING - KEINE WIKPEDIA / AI Artikel übernehmen]

Einfach von Wikipedia oder KI generierte Texte zu übernehmen ergibt keinen Sinn.

Ziel ist es, dass die Lernenden das Wissen nicht einfach nur aufschreiben, sondern vielmehr soll die Lerndokumentation dazu führen, dass das Wissen verstanden und dadurch auch verankert wird. Sollten Lernende mal den Ausbildungsbetrieb wechseln wollen, kann nachgewiesen werden welche Fähigkeiten bereits erworben wurden.

Im Falle eines Rekurses bei einer IPA durch ein komplettes Versagen (Blackout) kann die Lerndokumentation unter Umständen bei der Begründung helfen.

Fachwissen versus Firmenwissen

Die Lerndokumentation soll Fachwissen aufführen und weniger firmenspezifisches-Wissen. Es sollen allgemein gültige Informationen aufgeschrieben werden und weniger die Abweichung, wie es im Betrieb / der Fachgruppe funktioniert. Einziger Hinweis auf den Betrieb wäre z.B. eine Beschreibung, WARUM es in der Fachgruppe so gemacht wird und was die Alternativen wären.

Unterschied Knowledge-Base Artikel und Lerndokumentation

Sollten in Fachgruppen eigene "Knowledge-Base" Artikel geschrieben werden, so darf dies nicht als Lerndokumentation angeschaut werden. Denn diese KB-Artikel können in der Regel durch die Lernenden nicht einfach mitgenommen werden. Die Lernenden können gerne solche Artikel schreiben, sie sollen aber nicht als Lerndokumentation akzeptiert werden. Der Unterschied ist vor allem, dass in der Lerndokumentation keine firmenspezifischen Dinge stehen sollten, während in einem KB-Artikel durchaus spezifische Umsetzungen stehen können.

Form der Lerndokumentation

Als ICT-Berufsleute wollen wir, dass die Lerndokumentation in elektronischer Form erstellt wird.

Die Form muss so gewählt werden, dass die Lerndokumentation am Ende ausgedruckt werden kann, für die Unterschrift des Praxisbildners.

Das Dokument wird nach der Unterschrift eingescannt und wird im time2learn als Lerndokumentation abgelegt.

[!WARNING - Hinweis für die Lernenden]

Tauscht euch mit anderen Lernenden in der Informatik Aargau aus. Wie machen diese die Lerndokumentation und findet damit euren eigenen Weg, wie es für euch stimmt.

Umfang der Lerndokumentation

Die Lerndokumentation soll in der Regel pro Woche mindestens eine A4 Seite umfassen.

Hier sprechen wir von einer Seite mit Inhalt und dazu gehören die folgenden Seiten nicht:

  • Titel
  • Inhaltsverzeichnis
  • etc.

Je nach Form kann die Vorgabe einer A4 Seite nicht eingehalten werden, aber es soll in etwa diesem Umfang entsprechen.

Setzt Grafiken ein, um Abläufe zu visualisieren, und beschreibt diese auch, um sie später wieder verstehen zu können.

Statt pro Woche eine Lerndokumentation zu schreiben, hat sich gezeigt, dass es besser ist, eine Lerndokumentation für ein Thema / eine Aufgabe zu schreiben. Wenn die Aufgabe über mehrere Wochen geht, wird die Lerndokumentation entsprechend auch mehrere Seiten gross.

Inhalt

Der Inhalt sollte wie folgt gegliedert werden:

  • Einführung → I aus IPERKA
  • Um was geht es. D.h. es muss aufgrund dieser Einführung für einen Leser klar sein, um was es beim Auftrag gegangen ist.
  • Was → R aus IPERKA
  • Beschreibung welche Erfahrungen gemacht wurden
  • Welche Erkenntnisse erarbeitet wurden
  • Warum → R aus IPERKA
  • Eine Beschreibung, warum z.B. bei der Installation einer Software der Parameter gesetzt wurde. Dazu gehört auch aufzuschreiben, welche anderen Parameter man hätte verwenden können und wann man diese verwendet.
  • Fazit → A aus IPERKA
  • Was machst du das nächste Mal gleich? Was hat für dich funktioniert?
  • Was machst du das nächste Mal anders? Was solltest du vermeiden?

Für uns soll die Lerndokumentation folgende Ansprüche erfüllen:

  • Sie soll aufzeigen, WAS gelernt worden ist
  • Sie soll einen Nutzen in der Zukunft haben
  • Es soll kein Wissen kopiert werden aus dem Internet (Wikipedia etc.). Vielmehr sollen Begründungen und Erfahrungen aufgeschrieben werden. Es geht in der Regel um das WARUM man WAS gemacht hat und nicht um das WIE.
  • Es soll eine Reflexion erstellt werden, was gut gelaufen ist und was weniger gut war. Es soll aufzeigen, wie man das nächste Mal anders an Aufgaben herangehen möchte, um einen besseren Erfolg zu haben.
  • Es soll nach den folgenden drei Punkten aufgebaut sein:
  • Was war der Auslöser (Problem oder Erfolg)
  • Was war die Ursache oder warum war es erfolgreich
  • Was könnte man das nächste Mal besser machen, oder was möchte man unbedingt beibehalten
  • Es soll der Lernfortschritt der Ausbildung dokumentiert werden. Dazu gehören die vier Kompetenzbereiche:
  • Selbstkompetenz
  • Methodenkompetenz
  • Sozialkompetenz
  • Fachkompetenz. Hier ist es wichtig, dass wir auf den Bildungsplan referenzieren, um festzustellen, wo wir im Bildungsplan stehen